Insider-Info


03.12.18 Bericht von Markus Miller Chefanalyst / Kapitalschutz

Sehr geehrte Damen und Herren, vollkommen unbescholtenen Bürgern und Kleinanlegern werden aus Sicherheitsgründen – angeblich zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung - zahlreiche staatliche Knüppel zwischen die Füße geworfen.

Dafür wurde ein Kontrollsystem mit einem gigantischen bürokratischen Aufwand geschaffen. Und was macht die Politik auf der anderen Seite gegen die großen Steuerbetrügereien? Auf jeden Fall viel zu wenig! Mit sogenannten Cum-Cum- und Cum-Ex-Finanzgeschäften haben Banken und deren Besseren Privatkunden über mehrere Jahre hinweg allein den deutschen Staat um mehr als 31 Milliarden Euro beraubt.

Bei beiden Arten der Schieberei geht es im Kern darum, halblegal bis klar illegal Steuern abzuschöpfen, ohne dafür wertschöpfende Investitionen oder unternehmerische Risiken einzugehen. In Frankreich wurden mindestens 17 Milliarden, in Italien 4,5 Milliarden, in Dänemark 1,7 Milliarden und in Belgien 201 Millionen Euro zu Unrecht erstattet. Insgesamt beträgt der Schaden nach Expertenschätzungen mehr als 55 Milliarden Euro.

Die Regierung und ihre Behörden haben über Jahrzehnte tatenlos zugeschaut

Bei den auch als Dividendenstripping bezeichneten Geschäften verkaufen Teilnehmer große Aktienpakete kurz vor der Dividendenzahlung von großen Börsenunternehmen und kaufen sie kurz nach dem Dividendentermin zurück. Die Akteure bleiben also de facto im Besitz der Aktien, aber greifen durch Scheingeschäfte zusätzlich Steuererstattungen vom Staat ab. Bei der Cum- Cum-Trickserei geht es darum, sich die Steuer durch das Karussellgeschäft mit Leerverkäufen einmal erstatten zu lassen. Cum-Cum läuft daher eher im Graubereich des Steuerrechts.

Cum-Ex gehört allerdings klar zu den betrügerischen Geschäften, weil die Täter durch Mehrfachverkäufe derselben Aktien darauf abzielen, auch mehrmals Steuern abzugreifen. Die Cum-Cum Geschäfte wurden in den Jahren 2001 bis 2016 getätigt. Die Cum-Ex-Geschäfte waren mindestens seit dem Jahr 2005 möglich und wurden erst im Jahr 2012 gesetzlich eingeschränkt. Nach Recherchen des Mediennetzwerks „Cum-Ex-Files“, werden heute allerdings immer noch krumme Geschäfte mit Aktien am Dividenstichtag betrieben. Zahlreiche skrupellose Banker bzw. Banken haben diese Betrügereien unterstützt und dadurch eine aktive Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet.

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